Wir machen Urlaub. In der Toscana. In der Nähe von Lucca.
Auf den allerletzten Drücker haben wir ein Ferienhaus in the middle of nowhere gebucht. Umgeben von waldiger Hügellandschaft. Wenn man ein, zwei Kilometer bergauf wandert und dann hinabschaut, hat man schon größte Schwierigkeiten, das Haus überhaupt zu sehen.
Genau das wollten wir. In dieser wundervollen Landschaft sein. In der Nähe all dieser verlockenden Städte und doch in totaler Abgeschiedenheit.
Auch sie verhilft zu Inspirationen für ein Urlaubstagebuch der etwas anderen Art.

Ankunft

Hart erkämpfte Ankunft. Es geht höher und höher. Die Straße wird enger und enger. Und schlechter und schlechter. Wir denken: „O.k., jetzt muss es ja gleich kommen. Das ist ja hier eigentlich schon keine Straße mehr.“ Dann: „O.k., jetzt muss es aber wirklich gleich kommen. Das ist ja eigentlich gar kein Auto-tauglicher Weg mehr.“ Kurz bevor wir erleben müssen, dass man hier mit einem normalen PKW eigentlich gar nicht hinkommt, taucht das Häuschen auf. Unschuldig lächelnd heißt es uns in the heart of the middle of nowhere willkommen. Die Frau, die uns hierher geführt hat und dann die Betten bezieht, fragt, als sie geht, ob wir genug zu lesen mithaben.
Den kleinen Skorpion, der unmittelbar vor ihrem Fuß entlanghuscht, will sie sofort zertreten. Ich kann sie gerade noch davon abhalten. „Die sind nicht giftig“, sagt sie. Na also. Ist doch eine gute Grundlage für friedliche Koexistenz.

Emoticon für: Tiefer Friede
(wahrscheinlich nach anfänglicher Verunsicherung)