Tag 70

Wald am Silbersee

Wald am Silbersee

Wald am Silbersee

Wald am Silbersee

 

Ein bisschen fühlt es sich an wie ein Abschiedsbesuch. Ich schaue mich um und denke traurig: „All das hier wird schon bald sterben.“ Ziemliche Theatralik in meinem Herzen. Aber es ist gut so. Ich will sie. Beinahe trotzig.
Dieser Wald hier wird, wenn alles den üblichen Gang geht, bald gerodet werden. Denn er soll dem Abbau von Quarzsand weichen. Das Öffentlichkeits-Beteiligungs-Verfahren zur Planung dieses Eingriffs in die Landschaft ist vor kurzem geendet. Es gibt 23 Eingaben. Die werden jetzt bearbeitet. Es gibt vorsichtig vorgetragene Kritik. Aber nicht an der Grenze zum Protest. Hier und da immer mal ein bisschen Beschwichtigung via Lokalzeitung. „Arbeitsplätze auf 25 Jahre gesichert“, „Angrenzende Naturschutzgebiete nicht gefährdet“, „Als Ersatz für die gefällten Bäume wird woanders aufgeforstet“ (an anderer Stelle kann man dann lesen, dass die Firma kaum Stellen findet, wo sie überhaupt aufforsten kann.), „Der Wald ist eh wertlos“ (O-Ton eines Mitglieds der Grünen, eines Fachmannes. Er kommt in den sanften Beschwichtigungs-Wogen besonders oft zu Wort.)
Ich weiß nicht, was ich machen kann. Was ich machen soll. Was ich gar machen muss? Ich stolpere herum, irgendwo im Niemandsland zwischen „Das ist ja alles längst beschlossen. Was willst Du da ausrichten?“ und „Morgen fange ich an, ein Baumhaus zu bauen.“
Gibt es ‚wertlosen‘ Wald?

Tag 22

Aprilglöckchen

Maiglöckchen im April

Tag 19

Fast-Sommer-Frühling im Wald

Frisches Grün im Frühling

Frühling fast wie Sommer

Tag 17

Studio at home

Den Kopf heben

Nach tagelanger freiwilliger Verengung auf das Viereckige, das Tastengeklapper, das Klicken, die winzige Kammer des www: Kopf heben.

Wald Lichtung Hochsitz

Moos? Ein Virus? Hat Corona etwa den Sprung Mensch – Pflanze geschafft?

 

Nein, – keine abgefahrene Kunstaktion. Einfach auf kaum vorstellbare Art ignorante Scheiße.

Im Wald entsorgte Autoreifen

Bemerkenswert: Als ich mir diese Bilder noch einmal anschaue, merke ich, dass ich kürzlich einen ähnlich bitteren Zorn empfunden habe, – in jener Konferenz, als mit fadenscheinig begründetem Widerspruch, mit Manipulation und mit scheinbarer Sachlichkeit, – mit jener Art von Politik also, die Demokratie erodieren lässt -, eine schon gefällte Entscheidung in einem erneuten Anlauf noch einmal gekippt wurde.

Trotzkopfdummer Trostversuch: Welches Glück, dass ich nicht nach solchen Maßstäben leben muss!
Misslingt. Leider.